Den Ablauf vor dem Fest erklären
Sagt konkret, wer Geburtstag hat und welche gemeinsamen Teile der Feier geplant sind. Das Geschwisterkind kann mitfeiern, beim Aussuchen einer Karte helfen oder sich auf ein gemeinsames Spiel freuen. Es muss dafür keine Aufgabe übernehmen, auf die es keine Lust hat.
Wenn ihr eine kleine Aufmerksamkeit vorseht, benennt sie schlicht als eure Familiengewohnheit. Sie sollte nicht erst mitten in einer schwierigen Situation als Preis fürs Ruhigsein auftauchen.
Angehörige auf dieselbe Linie bringen
Wir möchten dieses Jahr nur das Geburtstagskind beschenken. Für die Geschwister planen wir keine Extra-Pakete. Bitte berücksichtigt das bei euren Einkäufen.
Oder, bei einer anderen Entscheidung: „Wenn ihr den Geschwistern etwas mitbringen möchtet, stimmt bitte eine kleine gemeinsame Sache mit uns ab.“ Diese zwei Möglichkeiten sind unterschiedliche Absprachen. Wählt eine, die zu eurer Feier passt, statt beide nebeneinander offenzulassen.
Aufmerksamkeit ist auch ohne Paket möglich
Begrüßt jedes Kind und nehmt Fragen ernst. Ein kurzer gemeinsamer Moment kann helfen, ohne dass dafür sofort eine Sache gekauft werden muss. Gleichzeitig darf das Geburtstagskind sein neues Geschenk zunächst selbst ansehen und entscheiden, wann es etwas davon teilen möchte.
Aus einzelnen Reaktionen lässt sich keine allgemeine Regel für alle Geschwister ableiten. Wenn euer Plan anstrengend war, besprecht danach, was konkret nicht funktioniert hat. Für den nächsten Geburtstag könnt ihr den Ablauf anpassen, ohne daraus einen Vergleich zu machen, welches Kind dankbarer oder großzügiger gewesen sei.
Kommt gerade ein neues Baby zur Familie? Dazu passt der Beitrag Das ältere Geschwisterkind bei einem Geburtsgeschenk einbeziehen.