Nicht mit dem Schnäppchen beginnen
„Das hat fast nichts gekostet“ erzählt vor allem von deinem Einkauf. Der Empfänger erfährt dadurch noch nicht, weshalb das Geschenk zu ihm passt. Formuliere lieber: „Ich habe genau diese Ausgabe gefunden, von der du erzählt hast. Sie ist gebraucht, aber vollständig.“
Wenn die Person selbst gern nach Fundstücken sucht, kann die Einkaufsgeschichte anschließend interessant sein. Sie muss nicht als Nachweis dienen, wie viel oder wenig dir jemand wert ist.
Auf eine direkte Preisfrage antworten
Du kannst den Betrag nennen, wenn du möchtest. Oder du sagst freundlich: „Den Preis möchte ich beim Geschenk lieber für mich behalten. Mir war wichtig, dass es zu deinem Wunsch passt.“ Erfinde keinen höheren Neupreis und stelle einen Vergleich nicht als tatsächlichen Kaufpreis dar.
Bei einer gemeinsamen Sammlung ist die Situation anders: Dort brauchen die Beteiligten eine nachvollziehbare Abrechnung. Der Empfänger muss diese interne Kostenübersicht trotzdem nicht auf der Karte lesen.
Relevante Informationen mitgeben
Vorhandene Unterlagen, bekannte Besonderheiten und fehlende Teile sind oft wichtiger als der Preis. Kläre, welche Dokumente du weitergeben möchtest, und entferne dabei keine Angaben, die die Nutzung unnötig erschweren.
Wenn du die Sache aus deinem eigenen Bestand verschenkst, sage auch das offen. „Das ist mein Exemplar, und ich möchte es dir schenken“ ist eine vollständige Aussage. Ein Geschenk wird nicht erst dadurch persönlich, dass du dafür unmittelbar zuvor Geld ausgegeben hast.
Stammt die Sache ursprünglich aus einem anderen Geschenk? Dazu passt der Beitrag Ein Geschenk weiterverschenken: mit Rücksicht und offenem Blick.