Wichtig ist der Ton. Ein Geldgeschenk kann eine freie Wahl ermöglichen, sollte aber nicht wie eine Rechnung zwischen zwei Menschen wirken. Formuliere deshalb lieber einen Weihnachtswunsch als eine Begründung dafür, weshalb du diesmal kein anderes Geschenk gekauft hast. Auf dem Papier soll die Person im Mittelpunkt stehen.
Weihnachtsgruß und Geschenktext miteinander verbinden
Beginne mit dem Weihnachtsgruß, den du auch ohne Geschenk schreiben würdest. Das kann „Frohe Weihnachten“, „Schöne gemeinsame Feiertage“ oder ein ganz eigener Satz sein. Religiöse Formulierungen passen dann, wenn sie zu dir und zur beschenkten Person gehören. Du brauchst sie nicht einzubauen, nur weil es um Weihnachten geht.
Danach folgt ein kurzer persönlicher Gedanke. Vielleicht freut ihr euch auf ein Wiedersehen, blickt auf einen schönen gemeinsamen Tag zurück oder schätzt ein bestimmtes Ritual. „Ich freue mich auf unseren Spaziergang zwischen den Jahren“ sagt mehr als eine lange Liste allgemeiner Wünsche. Voraussetzung ist natürlich, dass dieser Spaziergang auch geplant ist.
Erst im letzten Satz erwähnst du das Geld: „Der kleine Beitrag ist für etwas gedacht, das dir Freude macht.“ Damit bekommt es einen Platz, ohne die ganze Karte zu bestimmen. Wer lieber sehr kurz schreibt, kann Weihnachtsgruß und Geschenkgedanken in zwei Sätzen zusammenfassen.
Eigene Formulierungen für verschiedene Beziehungen
Für jemanden aus der Familie: „Frohe Weihnachten! Ich freue mich darauf, wieder mit dir am Tisch zu sitzen und Zeit zum Erzählen zu haben. Dieser kleine Beitrag ist für einen Wunsch, den du dir selbst aussuchen darfst. Lass es dir damit gut gehen.“ Wenn ihr euch nicht trefft, ersetze den ersten persönlichen Satz durch einen passenden Gedanken.
Für Freunde: „Ich wünsche dir schöne Weihnachtstage und einen guten Start in das neue Jahr. Danke für unsere langen Gespräche und deinen trockenen Humor. Mit diesem kleinen Beitrag kannst du dir etwas gönnen, das gerade zu dir passt.“ Das konkrete Dankeschön solltest du auf eure wirkliche Beziehung zuschneiden.
Für einen bekannten Wunsch: „Frohe Weihnachten und viel Vorfreude auf deine geplante Reise! Hier ist ein kleiner Beitrag für unterwegs. Ob daraus ein schöner Nachmittag, ein gutes Essen oder etwas ganz anderes wird, entscheidest du.“ Du kannst die Reise durch ein anderes tatsächlich genanntes Vorhaben ersetzen.
Für einen kleinen Anhänger reicht: „Ein bisschen Weihnachtsfreude für einen Wunsch deiner Wahl.“ Oder: „Für etwas Schönes, das du dir selbst aussuchen möchtest.“ Einen Namen und den Absender solltest du ergänzen. Der Anhänger braucht keine vollständige Weihnachtsrede, besonders wenn eine persönliche Karte beiliegt.
Was besser nicht auf der Karte steht
„Du hast ja schon alles“ kann beiläufig klingen, sagt aber wenig darüber aus, warum dir die Person wichtig ist. „Damit du dir endlich etwas Vernünftiges kaufst“ setzt sogar voraus, dass ihre bisherigen Entscheidungen nicht gut genug waren. Streiche solche Bewertungen lieber, auch wenn sie als Scherz gedacht sind.
Geldnot, Einkommen und Ausgaben sind ebenfalls kein nötiger Bestandteil eines Weihnachtsgrußes. Selbst wenn du finanziell helfen möchtest, solltest du diese Absicht nicht ungefragt vor anderen offenlegen. Ein ruhiger persönlicher Austausch ist dafür geeigneter als eine Karte, die am Familientisch vorgelesen werden könnte.
Vermeide außerdem eine feste Erwartung an die Reaktion. Sätze wie „Jetzt musst du dich aber freuen“ oder „Davon erwarten wir ein Foto“ legen eine kleine Verpflichtung ins Geschenk. Du kannst dich natürlich auf spätere Erzählungen freuen. Die Person sollte jedoch selbst entscheiden, ob sie etwas dazu teilen möchte.
Persönlich übergeben, ohne viel Aufwand
Stecke die Karte und das Geld so zusammen, dass beides eindeutig zum selben Geschenk gehört. Bei mehreren Umschlägen helfen Namen außen und vollständige Unterschriften innen. Der Betrag muss nicht auf der Vorderseite stehen. Die Empfängerin oder der Empfänger kann die Karte dann in Ruhe öffnen.
Wenn ihr euch nicht persönlich seht, kannst du den Weihnachtsgruß mit einem vereinbarten Telefonat verbinden. Daraus muss keine inszenierte Übergabe werden. Ein kurzes „Meine Karte ist für dich, lies sie später in Ruhe“ reicht. Für Geldübertragungen oder Versand solltest du eine für euch passende, bereits bekannte Vorgehensweise wählen, statt persönliche Daten in einer großen Familiengruppe zu teilen.
Muss ein Weihnachtsgeldgeschenk in Reimform angekündigt werden?
Nein. Ein verständlicher eigener Satz ist oft leichter an die Beziehung anzupassen. Ein Reim lohnt sich nur, wenn er dir liegt und nicht gezwungen klingt.
Was schreibe ich, wenn ich den Wunsch der Person nicht kenne?
Lass die Verwendung offen. „Für etwas, auf das du dich freust“ ist freundlich und macht keine Annahmen über Bedarf oder Geschmack.
Passt ein Geldgeschenk auch, wenn nichts schenken vereinbart war?
Eine solche Absprache solltest du ernst nehmen. Frage vorher nach, statt sie mit einem Umschlag zu umgehen. Ein persönlicher Weihnachtsgruß funktioniert auch ohne Geld.
Wenn du die Karte mit einer selbstgemachten Verpackung verbinden möchtest, lässt sich ein Geldgeschenk als kleines Buch gestalten. Lass dabei genug Platz für deinen handgeschriebenen Gruß. Weitere Anlässe findest du in unseren Ideen für besondere Anlässe.