Den Zweck vorher absprechen
Vielleicht fehlt bei den Großeltern Spielmaterial für regelmäßige Besuche. Dann kann eine eigene kleine Auswahl dort praktisch sein. Sprecht darüber, ob das neue Spiel zum Haushalt der Großeltern gehört oder dem Kind geschenkt wird und lediglich dort aufbewahrt werden soll. Diese Unterscheidung sollte verständlich bleiben.
Wir möchten dir dieses Spiel schenken. Es könnte bei Oma und Opa bleiben, damit ihr es bei deinen Besuchen gemeinsam spielen könnt. Wäre das für dich in Ordnung?
Das ist eine Frage. Wenn die Erwachsenen den Aufbewahrungsort schon fest entschieden haben, formuliert ihn nicht als scheinbar offene Wahl.
Absprachen auch praktisch machen
Wo steht das Spiel? Wer achtet darauf, dass die Teile zusammenbleiben? Darf das Kind es gelegentlich nach Hause mitnehmen? Klärt diese Fragen, bevor der erste Streit am Ende eines Besuchs entsteht.
Bei mehreren Enkelkindern lohnt sich außerdem eine Unterscheidung zwischen gemeinsamem Besuchsspielzeug und einem persönlichen Geschenk. Sonst weiß am Ende niemand, was verliehen werden darf und was nicht.
Kein Ersatz für das Gespräch über zu viele Geschenke
Wenn die Geschenkmenge das eigentliche Problem ist, löst der andere Aufbewahrungsort nur die Platzfrage. Sprecht zusätzlich darüber, wie oft neue Dinge dazukommen sollen.
Die Formel „Dann bleibt eben alles bei euch“ eignet sich schlecht als spontane Strafe. Besser ist ein gemeinsam verständlicher Plan, zu dem Großeltern, Eltern und Kind vor der nächsten Übergabe Stellung nehmen können.
Kommen insgesamt zu viele neue Dinge dazu? Dazu passt der Beitrag Zu viele Geschenke von Großeltern: eine konkrete Absprache finden.