Ostern und Geburtstag unterschiedlich gestalten
Ihr könnt entscheiden, dass Ostern eine kleine Suche oder gemeinsame Aktivität im Mittelpunkt steht, während größere Wünsche für den Geburtstag bleiben. Erklärt dem Kind diesen konkreten Ablauf. Vermeidet Versprechen, dass dafür später automatisch mehr geschenkt wird.
Zu Ostern planen wir ein kleines Nest und unseren gemeinsamen Nachmittag. Größere Geschenke möchten wir dafür nicht besorgen. Bitte stimmt zusätzliche Ideen vorher mit uns ab.
Wenn ihr gar keine Sachgeschenke möchtet, schreibt das ausdrücklich. „Nur eine Kleinigkeit“ kann sonst mehrere zusätzliche Pakete bedeuten.
Unter den Erwachsenen koordinieren
Eine Person kann die Übersicht übernehmen und melden, wenn ein Wunsch schon vergeben ist. Besprecht auch den Gesamtumfang über mehrere Besuche hinweg. Ein Paket pro Haushalt kann sich am Ende zu deutlich mehr summieren, als ihr beabsichtigt habt.
Haltet Alternativen freiwillig. Ein gemeinsamer Spaziergang oder ein Vorlesenachmittag muss nicht als gleichwertiger Ersatz für einen bestimmten Geldbetrag verkauft werden.
Vorhandene Gewohnheiten ändern
Wenn bisher große Geschenke üblich waren, kündigt die Änderung mit etwas Vorlauf an. Das gibt anderen die Möglichkeit, ihren Einkauf anzupassen. Fragt bei bereits gekauften Sachen nach einer Lösung, statt sie vor dem Kind abzuwerten.
Nach dem Fest könnt ihr kurz besprechen, ob der vereinbarte Umfang gepasst hat. Bleibt bei beobachtbaren Dingen: Was wurde tatsächlich genutzt, was blieb liegen, wie viel Vorbereitung war nötig? Daraus lässt sich der nächste Ablauf leichter planen als aus einer allgemeinen Debatte über richtiges Schenken.
Ist die Abstimmung mit den Großeltern noch offen? Dazu passt der Beitrag Zu viele Geschenke von Großeltern: eine konkrete Absprache finden.