Drei mögliche Rechenmodelle
Angenommen, vier Paare und zwei Singles planen ein Geschenk für 120 Euro. Bei einer Aufteilung pro Person zahlen zehn Menschen jeweils 12 Euro. Bei einer Aufteilung pro Haushalt sind es sechs Anteile zu jeweils 20 Euro. Das sind zwei unterschiedliche Vereinbarungen; keine davon ergibt sich allein aus dem Wort „Gruppengeschenk“.
Beim freiwilligen Modell sagt jede Person vertraulich zu, was sie beitragen möchte. Anschließend sucht die Gruppe ein Geschenk innerhalb der tatsächlichen Summe. Die 120 Euro sind dann kein vorab feststehender Kaufpreis.
Die Frage früh und neutral stellen
Bevor wir etwas bestellen: Wollen wir pro Person oder pro Haushalt sammeln? Alternativ könnt ihr mir privat euren freiwilligen Beitrag nennen, und wir richten die Auswahl danach aus. Mir ist wichtig, dass die Aufteilung vor dem Kauf klar ist.
Wenn jemand einen festen Betrag nicht mittragen möchte, diskutiert nicht dessen Einkommen oder Lebenssituation im Gruppenchat. Ihr könnt das Geschenk verkleinern oder eine freiwillige Sammlung wählen. Ob jemand zusätzlich bei der Organisation hilft, lässt sich ebenfalls vorher besprechen.
Nicht erst auf der Geburtstagsfeier rechnen
Notiert das gewählte Modell zusammen mit dem Kaufbudget. Ändern sich die Beteiligten, rechnet vor der Bestellung neu. Hat bereits jemand Geld überwiesen, informiert die Person über eine wesentliche Änderung.
Auf der Karte können die Namen aller Grußsendenden stehen, wenn das gemeinsam vereinbart ist. Unterschiedliche Beiträge sollten nicht durch größere oder kleinere Unterschriften sichtbar werden. Für die beschenkte Person ist die Karte ein Gruß, keine Tabelle über die Finanzierung.
Haben die Beteiligten sehr unterschiedliche Möglichkeiten? Dazu passt der Beitrag Ein Gruppengeschenk planen, wenn nicht alle gleich viel geben können.